Das Netzwerk „Steuerungstechnik und Komponentenentwicklung für LNG-Transfersysteme“, kurz „LNG-Transfer“, ist ein Zusammenschluss von mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die ihre technologische Kompetenz nutzen, um Anlagenbestandteile oder komplette Systeme für die Betankung und den Einsatz von verflüssigtem Erdgas (LNG – Liquified Natural Gas) zu konzipieren, herzustellen und zu installieren.

Die Netzwerkpartner haben bereits mit Erdgasanlagen oder vergleichbaren Systemen gearbeitet und kennen die Kundenanforderungen und Rahmenbedingungen. Im Netzwerk „LNG-Transfer“ entwickeln die Projektpartner gemeinsam innovative Referenzprodukte für kryogene (tiefkalte) Anwendungen und bringen sie als Unternehmensverbund auf den Markt. Unter anderem werden Transfersysteme entwickelt, die über vollautomatische Notabschalt- und Nottrennsysteme den Betankungsvorgang mit dem temperaturkritischen und explosionsgefährdeten Medium LNG stoppen und die Leitungsverbindung zwischen Tankstelle (Tankschiff oder Landstation) und Empfänger (LNG-getriebenes Schiff oder Nutzfahrzeug) lösen. Hierzu sind nicht nur Datenübertragungseinrichtungen zwischen den Einheiten notwendig, welche die jeweiligen Abweichungen in Temperatur, Druck, Leckraten, Verbindungszustände etc. übertragen, sondern auch automatisierte Kupplungssysteme, Ventile, Pumpen und mechanische Einrichtungen, die nach entsprechenden Signalen die Verbindung sowohl sicher als auch tropf-/verlustfrei unterbrechen.

Die Partner gehen davon aus, dass die Verwendung von LNG vor allem im Bereich der Mobilität in Zukunft deutlich zunehmen wird und daher standardisierte Systeme die heutzutage verwendeten Einzellösungen ablösen werden. Ausgehend vom Einsatz in der Schiffbetankung, bei der besondere Anforderungen an eine hohe Automatisierung, eine verlässliche Datenkontrolle und die Ladedokumentation gestellt werden, soll das System mittelfristig in veränderter Form auch für die Betankung von LKW und für den Schienenverkehr einsetzbar sein.

„LNG-Transfer“ ist ein Forschungs- und Innovationsnetzwerk, gefördert aus dem „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Mit der Durchführung des Netzwerkmanagements wurde embeteco in Oldenburg beauftragt.

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